Schulkulturwoche – Tie Dye

Batik ist der neue und gleichzeitig alte Trend, der 2021 mit dem neuen Begriff „Tie Dye“ überall präsent ist. Im Zuge der Schulkulturtage an der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule konnten die Fachkräfte der Schulsozialarbeit neun Schüler*innen für den Workshop begeistern. Batik ist eine Textilfärbetechnik, bei der einzelne Teile des Stoffes abgebunden werden, damit die Farbe an dieser Stelle nicht eindringen kann. Der Workshop vermittelte Batiktechniken wie Tie Dye und Wachsbatik. Es gibt viele Möglichkeiten unterschiedliche Batikmuster zu erstellen, dabei wird der Stoff mit Schnüren, Wäscheklammern und Gummis abgebunden, geknotet, getaucht oder mit Wachs bemalt. Wir haben T-Shirts und Stofftaschen gefärbt. Anschließend haben wir die Kunststücke in Wasser mit Fixiermittel getaucht, damit die Farbe länger hält.

Während der Arbeit und im Kontakt mit den Stoffen und Farben beginnen die Kinder sehr viel Vertrauen zu entwickeln. Und zwar Vertrauen in sich selbst. Denn Batiken ist eine Kunst der Zufallstechnik, bei der man in der Regel nichts verkehrt machen kann. Dies sorgt dafür, dass die Schüler*innen Selbstwirksamkeit entwickeln, weil sie mit Sicherheit ein schönes Ergebnis kreieren. Die Schüler*innen waren alle stolz auf ihre Unikate, welche wir im Anschluss gemeinsam betrachtet haben.

Vorteile eins selbst hergestellten Kleidungsstücks oder einer Tasche sind, dass jedes Modell individuell ist, es günstiger ist sowie Recyclingmaterial verwendet wird und somit nachhaltiges, ökologisches Handeln impliziert.#

Kristin Speker

Starke Mädchen- Folge 2

Unter dem Motto „Feuerfrei- die bunte Welt der Flammen“ fand am Mittwoch, den 16.06.21, für die AG „Starke Mädchen“ das zweite Chemie-Praxisprojekt statt. Diesmal ging es um die Brennbarkeit von Alkohol und Flammenfärbung. Für Interessierte hier nun eine detaillierte Beschreibung des Experten, Herrn Klimke.

„Zunächst haben wir Desinfektionstücher angezündet, die mit einer 1:1 Mischung Alkohol zu Wasser getränkt sind. Obwohl das Tuch schnell lichterloh in Flammen steht, verbleibt das Papier nach Erlöschen der Flammen dennoch völlig unbeschadet – woran liegt das?

Um dem Phänomen auf die Schliche zu kommen, gehen die Schülerinnen der Brennbarkeit von Alkohol – Wasser Gemischen auf den Grund und pipettieren mit Vollpipetten auf den Milliliter genau eigene Mischungen. Nach einigen Versuchsreihen steht schnell fest: Die Mischungen benötigen mindestens einen Alkoholanteil von ca. 50%, um sich überhaupt entzünden zu lassen, eine Tatsache, die auch in der Gastronomie beim Showeffekt des „Flambierens“ ausgenutzt wird.
Durch die große Oberfläche des Desinfektionstuchs verdunstet der Alkohol besonders gut, sodass nach dem Entzünden der Tücher nur der Alkohol verbrennt. Das Papier des Tuches beginnt nicht zu brennen, da es das Wasser adsorbiert hat und somit feucht bleibt. Das Verdampfen des Wassers erfordert so viel Energie, dass das Papier länger feucht bleibt als der Alkohol zum Verbrennen benötigt – das Papier übersteht das Flammenmeer unbeschadet.

Im zweiten Teil der Stunde haben wir einen kleinen Ausflug in die bunte Welt der Flammenfärbungen unternommen. Bringt man eine Substanz in die Flamme einer Kerze oder eines Gasbrenners, so zeigt sich eine typische, für jedes Element typische Färbung der Flamme – ein farbenfrohes Spektakel, das uns jedes Jahr aufs Neue an Sylvester in Erstaunen versetzt. Die Mädchen probieren verschiedene Elemente aus und protokollieren die auftretenden Farbtöne – ein Verfahren, das im großen Stil in modernen Massenspektrometern eingesetzt wird.“

Und auch andere Ideen stehen kurz vor der Umsetzung

Die Schülerinnen führen begleitet durch die Schulsozialpädagogin Christine Niephaus Projekte durch, in denen sie ihre Fachkompetenzen im MINT-Bereich, aber auch ihre Sozial- und Handlungskompetenzen erproben und gemeinsam weiterentwickeln können. Wichtig ist, dass sie ihre Stärken erkennen und sich gemeinsam klischeefreie Berufsbilder und damit verbunden Handlungsmöglichkeiten erschließen. So haben sie sich z.B. Fragen überlegt, die sich in Interviews Frauen stellen möchten, die in männerdominierten Arbeitsfeldern tätig sind, Führungspositionen innehaben oder Gründerinnen sind. Durch die Erfahrungen in den Gesprächen können sie im Idealfall für ihre eigene Berufswahl bestärkt werden.

Zusammengefasst soll bei dem Projekt „Starke Mädchen“ im Fokus stehen, dass die Teilnehmerinnen ihre Einstellungen und Erfahrungen reflektieren und mit Mut und Selbstvertrauen zu Gestalterinnen der Arbeitswelt werden.

Mehr über das von der DKJS GmbH geförderte Projekt erfahren Sie unter https://wir-stärken-Mädchen.de und https://www.dkjs.de/wirstaerkenmaedcheb/

Und nächste Woche geht es schon in die nächste Runde!