{"id":9553,"date":"2025-02-25T16:59:42","date_gmt":"2025-02-25T15:59:42","guid":{"rendered":"https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/?p=9553"},"modified":"2025-02-25T16:59:42","modified_gmt":"2025-02-25T15:59:42","slug":"juniorwahl-bericht-demokratie-lebt-vom-mitmachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/2024-2025\/juniorwahl-bericht-demokratie-lebt-vom-mitmachen\/","title":{"rendered":"Juniorwahl-Bericht   \u201eDemokratie lebt vom Mitmachen\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDemokratie lebt vom Mitmachen\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Genau das wollen wir mit der Juniorwahl an unserer Schule f\u00f6rdern! Wahlen sind das Fundament unserer demokratischen Gesellschaft, denn sie erm\u00f6glichen es uns, mitzubestimmen, wer Entscheidungen trifft und in welche Richtung sich unser Land entwickelt.<br \/>\nGerade als junge Menschen ist es wichtig, fr\u00fch zu verstehen, wie Demokratie funktioniert und warum jede Stimme z\u00e4hlt. Auch wenn viele von uns noch nicht bei offiziellen Wahlen w\u00e4hlen d\u00fcrfen, bieten Jugendwahlen die M\u00f6glichkeit, politische Prozesse kennenzulernen und eine eigene Meinung zu entwickeln.<\/p>\n<p>Kein Thema ist so aktuell wie die kommende Bundestagswahl am 23.02.2025, bei der man entscheidet, wie sich der Bundestag zusammensetzt und indirekt, wer der n\u00e4chste Bundeskanzler oder die n\u00e4chste Bundeskanzlerin wird. Am 18.02.2025 wurde an der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in Ha\u00dflinghausen die Juniorwahl durchgef\u00fchrt, bei der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Jahrg\u00e4nge 9, 10, EF, Q1 und Q2 die M\u00f6glichkeit bekommen haben, ihre Stimme f\u00fcr die derzeitigen Parteien abzugeben. Dabei wurden sie die ganze Zeit von 7 Mitsch\u00fclerinne und Mitsch\u00fclern aus den EF SoWi-Kursen und Frau Lo Vullo begleitet.<br \/>\nDie verschiedenen Klassen und Kurse kamen zu dem \u201eWahllokal\u201c und haben sich f\u00fcr die Anmeldung angestellt. Anschlie\u00dfend haben sie eine kurze Unterweisung von den Helfenden bekommen, sind zu den Kabinen gegangen und haben ihre Stimme anonym in die Wahlurne abgegeben. <!--more--><br \/>\nHierbei war der Schule besonders wichtig, die Meinungen der jungen Menschen aktiv wahrzunehmen und ihnen die Chance zu bieten, diese vor ihren 18. Lebensjahr per simulierter Wahl zu kommunizieren.<br \/>\nVon den 553 wahlberechtigten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, haben 307 an der Juniorwahl teilgenommen. Das ergibt eine Wahlbeteiligung von ~55,5%.<br \/>\nW\u00e4hrend von vielen Personen deutliches Interesse, Engagement und ein gewisses Pflichtbewusstsein ausging, waren andere uninformiert und desinteressiert. Somit wurden manche Ergebnisse \u00f6ffentlich geteilt, wie z.B. die Aussage \u201ezweimal f\u00fcr blau\u201c. Im Laufe des Tages bekamen wir als Helferinnen und Helfer durchweg Feedback der verschiedenen Stufen. So wurde die Begeisterung \u00fcber die interne Schulwahl ge\u00e4u\u00dfert, die aber wiederrum f\u00fcr manche als zu fr\u00fch (Altersklasse) eingesch\u00e4tzt wird. Einige Sch\u00fcler sind der Meinung, dass sich j\u00fcngere Menschen nicht genug mit dem Thema besch\u00e4ftigen w\u00fcrden, sich einen Spa\u00df daraus machten und somit die Ergebnisse verzerrten. Trotzdem empfinden es viele als eine gute Sache, da ihre Stimme geh\u00f6rt werde und sie somit auf das sp\u00e4tere Leben vorbereitet w\u00fcrden.<br \/>\nAuch der Schulleiter besuchte die Veranstaltung und meinte, dass dies wichtig sei, um Impulse zu setzen und ein politisches Engagement zu zeigen. Innerhalb der Schule zu w\u00e4hlen sei eine gute M\u00f6glichkeit, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und gegebenenfalls die Lehrkraft nach weiteren Informationen zu fragen.<br \/>\nAuff\u00e4llig bei der Aktion war die besonders geringe Wahlbeteiligung der Q1, da dort nur 18 von 75 berechtigten W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern teilgenommen haben. Dies ist besonders interessant, da einige von ihnen bereits vollj\u00e4hrig sind und somit an der offiziellen Wahl abstimmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das von WKGE gew\u00fcnschte Direktmandat im Bundestagswahlkreis Ennepe-Ruhr-Kreis II geht an Ursula Wei\u00df von DIE LINKE, die mit einem Stimmenanteil von 30,38% das st\u00e4rkste Ergebnis erzielt. Auf Platz zwei und drei gibt es keinen gro\u00dfen Unterschied: Dr. Katja Strauss-K\u00f6ster von der CDU erreicht 20,82%, dicht gefolgt von Axel Echeverria von der SPD mit 20,48%. Den vierten Platz sicherte sich Heike Bandmann von der AfD mit 15,7% der Stimmen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Zweitstimmen bei der Wahl zum WKGE sind besonders interessant, da sie den Erststimmen nahekommen. DIE LINKE hat mit 28,34% den ersten Platz belegt und damit die Wahl gewonnen, w\u00e4hrend sich CDU und AfD mit jeweils 14,66% den zweiten Platz teilen. Ein deutlicher R\u00fcckgang der Unterst\u00fctzung f\u00fcr die bisherige Regierung ist zu erkennen, da die SPD mit 13,03%, die Gr\u00fcnen mit 6,51% und die FDP mit 5,21% deutlich hinter ihren bisherigen Ergebnissen zur\u00fcckbleiben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bemerkenswert ist, dass kleinere Parteien wie BSW, Die Partei, Tierschutzpartei und Volt den Einzug in den Bundestag nicht geschafft haben, da sie mit weniger als 5% der Stimmen die erforderliche H\u00fcrde nicht erreicht haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Wahl zeigt deutlich, dass die Mehrheit unserer Schule eher links orientiert ist. Betrachtet man die Wahl als Ganzes, wird aber auch deutlich, dass unsere Meinungen vielf\u00e4ltig sind, und das ist ein wesentlicher Aspekt unserer demokratischen Ordnung. Genau diese Meinungsvielfalt macht unsere Demokratie lebendig und stark.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lasst uns unsere Ergebnisse mit denen anderer Jugendlicher und einer allgemeinen Umfrage vergleichen! Die Umfrage des DBJR kommt den Ergebnissen unserer Wahl erstaunlich nahe, allerdings haben SPD und Gr\u00fcne in unserer Umfrage deutlich weniger Stimmen erhalten. Der Gewinner, die Linke, hat ca. 8% mehr Stimmen als bei unserer Wahl, w\u00e4hrend die Stimmenanteile von CDU und AfD fast identisch zu sein scheinen. Die FDP schafft in der DBJR-Umfrage nicht mal die 5%-H\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vergleicht man jedoch die Ergebnisse der Jugendlichen mit einer realen Umfrage des Forsa-Instituts, wird deutlich, wie unterschiedlich die Perspektiven der Generationen sind. Die \u00c4lteren tendieren zu konservativeren Entscheidungen, indem sie etablierte und bekannte Parteien unterst\u00fctzen. Im Gegensatz dazu zeigen die Jugendlichen eine deutliche Neigung zu neuen, linksorientierten politischen Ans\u00e4tzen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Jugendlichen nur links denken, es gibt auch einen bedeutenden Anteil, der sich f\u00fcr rechte Parteien entscheidet, was die politische Vielfalt und die demokratische Kontroverse innerhalb der Jugend unterstreicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Egal, wie die Wahl am Sonntag ausgeht, wir m\u00fcssen uns vor Augen halten, dass wir als Jugend eine gro\u00dfe Verantwortung tragen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es liegt an uns, ein Deutschland zu gestalten, in dem alle Menschen in Frieden leben, sich sicher f\u00fchlen und die Werte der Demokratie und der Verfassung respektiert und geachtet werden. In unserem Land darf niemand wegen seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung, seiner Abstammung, seiner Rasse, seines Glaubens, seiner Religion, seiner Sprache, seiner Herkunft oder seiner politischen Anschauungen benachteiligt, diskriminiert oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch wenn wir viele unterschiedliche politische Meinungen haben, sollten wir immer nach Gerechtigkeit streben. Gerechtigkeit bedeutet, dass alle Menschen die gleichen Chancen und Rechte haben. Es bedeutet, dass wir eine Gesellschaft aufbauen, in der jeder geh\u00f6rt und niemand zur\u00fcckgelassen wird. Nur so k\u00f6nnen wir ein Land schaffen, auf das wir stolz sein k\u00f6nnen. Ein Land, das f\u00fcr alle gerecht und lebenswert ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Taha Demir und Sandra M. Schniedermeier (EF)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong> <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9554\" src=\"https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Wahlhelfer-und-die-Journalisten-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Wahlhelfer-und-die-Journalisten-300x225.jpg 300w, https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Wahlhelfer-und-die-Journalisten-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Wahlhelfer-und-die-Journalisten-768x576.jpg 768w, https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Wahlhelfer-und-die-Journalisten-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Wahlhelfer-und-die-Journalisten.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9555\" src=\"https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Beispiel-fuer-eine-Abstimmung-im-Wahllokal-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Beispiel-fuer-eine-Abstimmung-im-Wahllokal-300x225.jpg 300w, https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Beispiel-fuer-eine-Abstimmung-im-Wahllokal-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Beispiel-fuer-eine-Abstimmung-im-Wahllokal-768x576.jpg 768w, https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Beispiel-fuer-eine-Abstimmung-im-Wahllokal-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wkge-en.de\/wkge\/wp-content\/uploads\/Beispiel-fuer-eine-Abstimmung-im-Wahllokal.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/strong><!--more--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDemokratie lebt vom Mitmachen\u201c Genau das wollen wir mit der Juniorwahl an unserer Schule f\u00f6rdern! 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