Die die Schülerinnen und Schüler der Religionskurse der Q2 erhielten einen besonderen Zugang zu den Themen Leben und Tod – und den Überlegungen dazu, was, nach dem Tod geschieht. Um dem Thema näher zu kommen, erhielten sie Besuch von Vertreterinnen des ambulanten Hospizdienstes Witten-Hattingen.
Die beiden Hospizbegleiterinnen berichteten von ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, die sich der einfühlsamen Begleitung von Sterbenden widmet. Diese Aufgabe, die tief in den christlichen „Werken der Barmherzigkeit“ verankert ist, umfasst zugleich einen bedeutenden gesellschaft-lichen Auftrag. Besonders eindrucksvoll war, wie authentisch und berührend die Hospiz-begleiterinnen ihre persönliche Sicht auf das Sterben und den respektvollen Umgang mit Menschen in den letzten Lebensphasen schilderten. Ihre Erfahrungen vermittelten uns Schülerinnen und Schülern den Eindruck, dass gerade in Momenten der Schwäche und Hilflosigkeit der Erhalt der Menschenwürde von zentraler Bedeutung ist.
Der Besuch knüpfte außerdem an den Unterricht am 27. Januar an, in dem im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus intensiv über die Würde des Menschen sowie die Bedeutung von Respekt und Mitgefühl diskutiert wurde. Dabei setzten sich die Schülerinnen und Schüler auch mit den Figuren des Künstlers Rolf Knoblauch auseinander, die – durch ihre symbol-trächtige Krone – die Menschenwürde zum Ausdruck bringen. Diese künstlerische Darstellung erinnert daran, dass jeder Mensch – so auch der sterbende – gleichwertig behandelt werden sollte.
Der Besuch des Hospizdienstes hat uns Schülerinnen und Schülern neue Einsichten vermittelt und gezeigt, wie wichtig Mitgefühl und Würde in jedem Lebensabschnitt sind. Die persönlichen Berichte der Hospizbegleiterinnen laden dazu ein, über das Thema Sterben und das, was danach kommen könnte, nachzudenken – immer im Sinne von Respekt und Menschlichkeit. Dieser Tag hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und hilft uns dabei, unser Verständnis für Leben und Tod weiter zu vertiefen.
(Sophia Kleinemeyer und Tijana,Weiß)