Was passiert, wenn Schülerinnen und Schüler plötzlich als Staatschefs, Minister, NGOs oder Journalisten über die Zukunft der Welt entscheiden? Genau das erlebten die Sozialwissenschaften-Kurse der Q1 und Q2 bei ihrer zweitägigen Fahrt nach Brilon zum Pol&Is-Seminar (Politik & Internationale Sicherheit).
Unter der Anleitung von drei Jugendoffizieren der Bundeswehr tauchten die Teilnehmenden in eine realitätsnahe Simulation internationaler Politik ein. In verschiedenen Rollen vertraten sie Weltregionen als Staats-, Regierungs- und Wirtschaftsminister, arbeiteten für Nichtregierungsorganisationen oder berichteten als Presse über das politische Geschehen. Herzstück des Seminars waren die nachgestellten Sitzungen der UNO-Generalversammlung und des Sicherheitsrats.
Dabei blieb es nicht bei trockenen Diskussionen: Es wurden leidenschaftliche Reden gehalten, harte Verhandlungen geführt, Wirtschaftsverträge geschlossen und aktuelle sicherheitspolitische Krisen an einer großen Weltkarte sichtbar gemacht. Oft mussten unter Zeitdruck Kompromisse gefunden werden – nicht immer einfach, aber stets spannend. Schnell wurde klar, wie komplex internationale Konflikte sind und wie viel diplomatisches Geschick nötig ist, um gemeinsame Lösungen zu erreichen.
Das Pol&Is-Seminar machte Weltpolitik greifbar und zeigte eindrucksvoll, dass politische Entscheidungen selten schwarz-weiß sind. Neben fachlichem Wissen wurden vor allem Teamfähigkeit, Argumentationsstärke und Verantwortungsbewusstsein gefordert und gefördert. Für viele war die Fahrt nach Brilon eine intensive Erfahrung und definitiv mehr als gewöhnlicher Unterricht, was sich allein schon daran zeigte, dass die Diskussionen und Verhandlungen selbst beim Abendessen und zu später Stunde weitergeführt wurden.
Ein besonderes Dankeschön gilt den Jugendoffizieren der Bundeswehr, die das Seminar professionell und engagiert begleiteten und mit ihrem Wissen für spannende Diskussionen sorgten. Zudem bedanken wir uns bei der Finanzierung der Fahrt durch die Sparkassenstiftung Sprockhövel, welche das Seminar erst ermöglicht hat.

