Rund um den 8.5. fanden an der WKGE für alle Klassen 5-10 Workshops rund um das Thema Nationalsozialismus statt. Begleitend wurde die Ausstellung „Frauen im Widerstand“ im Selbstlernzentrum gezeigt, die Klassen und die Oberstufe konnten dort die Lebensgeschichten von 20 mutigen Frauen, wie z.B. Annedore Leber oder Irmela Mensah-Schramm kennenlernen. Auch Schülerinnen und Schüler der Mathilde-Anneke Schule besuchten die Ausstellung.

Für jeden Jahrgang gab es ein anderes Angebot: vom Kennenlernen von Wilhelm Krafts Lebensgeschichte über Briefe an und über Wilhelm Kraft und dem Erkennen von rechtsradikaler Symbolik in Emojis gab es viel zu Erkunden.

Am 8. Mai, dem Jahrestag der Befreiung von der Naziherrschaft und dem Wilhelm-Kraft-Gedenktag, trafen sich die Omas gegen Rechts Sprockhövel mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 7c der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule. Gemeinsam zogen sie zum einzigen Stolperstein Sprockhövels, jener kleinen, in den Boden eingelassenen Messingtafel zur Erinnerung an den ehemaligen Sprockhöveler Bürgermeister Wilhelm Kraft. Dieser war ein mutiger Widerstandskämpfer während der NS-Diktatur, der viele Repressalien erleiden musste und am Ende des Krieges beim Todesmarsch vom Konzentrationslager Sachsenhausen aus ums Leben kam.

Die Jugendlichen hatten sich im Unterricht bereits eingehend mit dem Leben von Wilhelm Kraft beschäftigt und konnten den OMAS einiges über den Namenspatron ihrer Schule erzählen. Gemeinsam diskutierten sie über die Notwendigkeit, die Demokratie in unserem Land zu erhalten, sich nicht von antidemokratischen Bestrebungen beeinflussen zu lassen und vor allem, die Gräueltaten des Faschismus nicht zu vergessen.

Die Schülerinnen und Schüler putzten den Gedenkstein, legten weiße Rosen nieder und hielten mit den OMAS eine Gedenkminute für Wilhelm Kraft und die Opfer des Nazi-Regimes ab.

Auch andere Klassen besuchten den Stolperstein und legten nach kurzem Gedenken dort Blumen nieder.

Wilhelm-Kraft-Tage an der WKGE